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Pausenzeiten verwalten: Ein Leitfaden für Unternehmen in der Schweiz

Simon Grenacher
Donnerstag, 5. Februar 2026

Einleitung

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie eine effektive Pausenregelung die Balance zwischen Effizienz und Wohlbefinden am Arbeitsplatz fördern kann. Wir beleuchten die Bedeutung der Pausenzeiten und die positiven Auswirkungen auf die Zufriedenheit der Mitarbeitenden durch das Pausenmanagement. Zudem werden die rechtlichen Vorgaben für Arbeitspausen gemäss dem Arbeitszeitgesetz Pausen aufgeführt, um sicherzustellen, dass Mitarbeitende angemessene Erholungspausen erhalten. Praktische Tipps zur Umsetzung dieser Regelungen im Unternehmensalltag helfen Ihnen, das Arbeitszeitmanagement im Unternehmen zu optimieren. Entdecken Sie, wie Sie durch gezielte Massnahmen eine gesunde und produktive Arbeitsumgebung schaffen können.

Bedeutung von Pausen für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden 

Warum regelmässige Pausen unerlässlich sind

Regelmässige Pausen steigern Produktivität und Konzentration der Mitarbeitenden, indem sie körperliche und mentale Erholung ermöglichen. Die Bedeutung von Erholungszeiten am Arbeitsplatz ist seit Langem wissenschaftlich untermauert. Bereits im Jahr 2003 wies der Psychologe Philip Tucker von der britischen Swansea University nach, dass das Unfallrisiko kontinuierlich zunimmt, je länger Menschen ohne Pausen am Stück arbeiten. Pausen bieten Gelegenheit, die Konzentration wiederherzustellen, wodurch Mitarbeitende nach einer kurzen Unterbrechung oft fokussierter und motivierter an ihre Aufgaben zurückkehren.

Durch Pausen wird ausserdem der Prävention von Überlastung und arbeitsbedingten Unfällen Rechnung getragen. Ohne ausreichende Erholungsphasen steigt das Risiko, dass Mitarbeitende überlastet werden, was zu erhöhtem Stress und potenziell gesundheitlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen führen kann. Durch die Vermeidung von Überlastung wird ausserdem die Unfallgefahr gesenkt, da ermüdete Mitarbeitende häufiger Unachtsamkeiten und Fehler begehen.

Pausen tragen also entscheidend dazu bei, ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen und die Sicherheit am Arbeitsplatz zu erhöhen.

Warum Erholung am Arbeitsplatz unerlässlich ist

Positive Auswirkungen auf das Betriebsklima und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden

Regelmässige Pausen haben einen positiven Einfluss auf das Betriebsklima, da sie das Wohlbefinden der Mitarbeitenden fördern und Raum für soziale Interaktion schaffen. Mitarbeitende fühlen sich durch Pausen wertgeschätzt, was ihre Zufriedenheit und Bindung an das Unternehmen stärkt. Ein gutes Betriebsklima reduziert ausserdem Stress und trägt zu einem gesunden Arbeitsumfeld bei, in dem Mitarbeitende sich gerne engagieren. Pausen wirken sich auch positiv auf die Gesundheit der Belegschaft aus, indem sie Überlastung und Erschöpfung vorbeugen. Zusammen fördern diese Effekte eine motivierte und zufriedene Belegschaft, die sich produktiver und engagierter in das Unternehmen einbringt.

Gesetzliche Pausenregelungen in der Schweiz 

Pausenanforderungen gemäss dem Schweizer Arbeitsgesetz (Art. 15 ArG)

Laut Arbeitszeitgesetz müssen Pausen eingeplant werden, um die Erholung und Gesundheit der Mitarbeitenden zu fördern. Bei einer Arbeitszeit von über 5,5 Stunden ist eine Pause von 15 Minuten gesetzlich vorgeschrieben, und bei über 7 Stunden muss eine halbstündige Erholungspause gewährt werden. Die Pausenzeiten sollten möglichst in der Mitte der Arbeitszeit liegen, da Pausen am Anfang oder Ende des Arbeitstages rechtlich nicht als Erholungspausen gelten. Diese Pausenregelungen am Arbeitsplatz sind ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitszeitmanagements und fördern die Zufriedenheit der Mitarbeitenden durch Pausenmanagement.

Arbeitgebende müssen ab 9 Stunden Arbeitszeit eine volle Stunde Pause einplanen, um den Anforderungen der rechtlichen Vorgaben für Arbeitspausen gerecht zu werden. So lassen sich Pausenzeiten verwalten, die sowohl die Gesundheit der Mitarbeitenden als auch die betriebliche Effizienz fördern.

Konsequenzen bei Nichteinhaltung der gesetzlichen Pausen

Wenn gesetzliche Pausenregelungen nicht eingehalten werden, drohen Unternehmen rechtliche Konsequenzen und mögliche Bussgelder. Das Arbeitszeitgesetz sieht Pausen als Schutzmassnahme für die Gesundheit der Mitarbeitenden vor, und Verstösse gegen diese Vorschriften können als Ordnungswidrigkeit oder in schweren Fällen als Straftat eingestuft werden. Eine fehlende oder unzureichende Dokumentation der Pausenzeiten erhöht zudem das Risiko, da bei einem Streit die Beweislast beim Arbeitgebenden liegt. Werden Pausen systematisch umgangen, kann dies zu empfindlichen Geldstrafen und einem erheblichen Reputationsverlust führen. Bei Kontrollen kann die Missachtung der Pausenregelungen auch zur Nachzahlung von Überstunden führen, was zusätzliche finanzielle Belastungen mit sich bringt. Um Risiken zu minimieren, sollte Ihr Unternehmen Pausenzeiten korrekt dokumentieren und umsetzen.

Unterschiede zwischen bezahlten und unbezahlten Pausen

Bezahlte und unbezahlte Pausen unterscheiden sich im Wesentlichen danach, ob Mitarbeitende ihren Arbeitsplatz während der Pause verlassen dürfen. Wenn Arbeitnehmende ihren Arbeitsplatz nicht verlassen können, gilt die Pause als Arbeitszeit und muss entsprechend vergütet werden. In der Schweiz sieht das Arbeitsgesetz vor, dass Pausen grundsätzlich unbezahlt sind, es sei denn, der Arbeitgebende verlangt, dass der Mitarbeitende in dieser Zeit weiterhin verfügbar ist. Auch Pausenorte können von Arbeitgebenden festgelegt werden, solange hygienische und gesundheitliche Standards eingehalten werden. Letztlich dienen Pausen der Erholung und sollten, wenn möglich, in der Mitte der Arbeitszeit eingeplant sein, um eine effektive Regeneration zu ermöglichen.

Bezahlte versus unbezahlte Pausen

Best Practices für das Pausenmanagement in Unternehmen 

Klare Kommunikation der Pausenregelungen

Best Practices im Pausenmanagement sorgen dafür, dass Ihre Mitarbeitende ihre Pausen effektiv nutzen können und die Produktivität gewahrt bleibt. Wichtig ist eine klare Kommunikation, um alle Mitarbeitenden über die geltenden Pausenregelungen zu informieren, einschliesslich gesetzlich vorgeschriebener Pausenzeiten und möglicher Sonderpausen. Transparente Pausenrichtlinien helfen, Missverständnisse zu vermeiden und fördern eine positive Arbeitsatmosphäre. Regelmässige Schulungen zur Pausenregelung stellen sicher, dass sowohl Mitarbeitende als auch Führungskräfte mit aktuellen gesetzlichen Bestimmungen und internen Regeln vertraut sind. Ein digitalisiertes Zeiterfassungssystem kann zudem zur genauen Einhaltung und Dokumentation beitragen.

Die Nutzung digitaler Zeiterfassungssysteme zur Dokumentation von Pausen bringt mehrere Vorteile für Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeitende:

  • Rechtskonforme Aufzeichnung: Automatische Dokumentation gewährleistet eine exakte Einhaltung der gesetzlichen Pausenregelungen und reduziert rechtliche Risiken.
  • Transparenz und Nachvollziehbarkeit: Sowohl für Arbeitgebende als auch für Arbeitnehmende sind Pausen- und Arbeitszeiten jederzeit einsehbar, was Vertrauen und Fairness stärkt.
  • Effizienzsteigerung: Automatisierte Zeiterfassung spart Verwaltungsaufwand, da Pausenzeiten nicht manuell überprüft und eingetragen werden müssen.
  • Genauigkeit bei der Bezahlung: Exakte Aufzeichnung von Pausen und Arbeitszeiten stellt sicher, dass keine unbezahlten oder unbeabsichtigten Überstunden entstehen.
  • Verbesserte Arbeitsatmosphäre: Durch die klare Regelung und Übersicht der Pausenzeiten wird das Wohlbefinden der Mitarbeitenden gefördert und Stress reduziert.

Vorteile der Nutzung digitaler Zeiterfassungssysteme zur Dokumentation von Pausen

Flexibles Pausenmanagement für verschiedene Arbeitsmodelle

Flexibles Pausenmanagement ist entscheidend, um den Bedürfnissen verschiedener Arbeitsmodelle wie Schichtarbeit und flexiblen Arbeitszeiten gerecht zu werden. In der Schichtarbeit sind Pausen oft notwendig, um eine hohe Konzentration und Sicherheit während der gesamten Arbeitsdauer zu gewährleisten, weshalb sie strategisch eingeplant werden müssen. Flexible Arbeitszeiten hingegen erfordern Pausenregelungen, die den individuellen Arbeitsrhythmen gerecht werden, sodass Mitarbeitende ihre Pausen flexibel einteilen können. Ein anpassbares Pausensystem fördert die Zufriedenheit und Produktivität, da es den Mitarbeitenden ermöglicht, in Pausenzeiten neue Energie zu tanken. Unternehmen profitieren dabei von einem gesteigerten Wohlbefinden ihrer Teams und einer besseren Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.

Förderung einer gesunden Pausenkultur im Unternehmen 

Gestaltung von Pausenräumen zur Förderung von Erholung

Eine gesunde Pausenkultur im Unternehmen fördert nicht nur das Wohlbefinden der Mitarbeitenden, sondern steigert auch ihre Leistungsfähigkeit. Zentral dafür ist die Gestaltung ansprechender Pausenräume, die zur Entspannung und Erholung einladen. Ruhige Farben, komfortable Sitzgelegenheiten und ausreichend Licht schaffen eine Atmosphäre, in der sich Mitarbeitende regenerieren können. Zusätzlich bieten Pflanzen und eine harmonische Raumgestaltung einen positiven Einfluss auf die Stimmung und reduzieren Stress. Durch solche Pausenräume wird die Erholung in den Pausen gezielt gefördert, was die Zufriedenheit und langfristig auch die Effizienz des Teams unterstützt.

Ermutigung zu erholsamen Aktivitäten während der Pausen

Ihr Unternehmen kann Ihre Mitarbeitenden dazu ermutigen, Pausen aktiv für Erholung und Entspannung zu nutzen. Durch gezielte Vorschläge wie kurze Spaziergänge im Freien oder kleine Bewegungseinheiten lassen sich körperliche Verspannungen abbauen und die Konzentration verbessern. Auch geistige Entspannung, etwa durch Meditation oder Atemübungen, trägt dazu bei, Stress abzubauen und den Kopf freizubekommen. Workshops oder Anleitungen für diese Aktivitäten können zusätzlich motivieren und zeigen den Mitarbeitenden konkrete Möglichkeiten für ihre Pausen auf. Solche Angebote fördern nicht nur das Wohlbefinden, sondern stärken auch die Resilienz gegen alltägliche Herausforderungen. Eine Pausenkultur, die sowohl körperliche als auch mentale Erholung unterstützt, wirkt sich positiv auf die allgemeine Zufriedenheit und das Engagement im Team aus.

Herausforderungen bei der Verwaltung von Pausen in der Praxis 

Typische Probleme in der Praxis

In der Praxis kann die Verwaltung von Pausen für Unternehmen eine Herausforderung darstellen, insbesondere wenn Zeitdruck und hohe Arbeitsbelastung zur Nichteinhaltung der Pausen führen. Viele Mitarbeitende neigen dazu, ihre Pausen zu verkürzen oder auszulassen, um ihre Aufgaben rechtzeitig zu erledigen, was langfristig zu Erschöpfung und Produktivitätsverlust führen kann. Besonders in Schichtarbeit oder bei hoher Frequenz mit Kundschaft ist es schwierig, Pausenzeiten flexibel und gleichzeitig gesetzeskonform zu gestalten. Ein weiterer Problempunkt ist die Dokumentation und Kontrolle von Pausenzeiten, da gesetzliche Auflagen eine exakte Aufzeichnung der Pausendauer und -lage erfordern. Ihr Unternehmen, das diese Herausforderungen ernst nimmt, profitiert von einer klaren Pausenregelung, die sowohl die Bedürfnisse der Mitarbeitenden als auch die gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt.

Lösungsansätze für eine verbesserte Pausengestaltung

Um eine bessere Pausengestaltung zu fördern, können Unternehmen Pausenerinnerungen einführen, die Mitarbeitende aktiv an regelmässige Erholungspausen erinnern. Diese Erinnerungen können über digitale Zeiterfassungssysteme, wie das von proles oder Kalenderbenachrichtigungen umgesetzt werden und unterstützen besonders in stressigen Phasen. Flexible Pausenmodelle, die sich an die individuellen Arbeitsrhythmen der Mitarbeitenden anpassen, bieten eine zusätzliche Lösung. Diese Modelle erlauben es, Pausenzeiten je nach Arbeitsaufkommen flexibel zu gestalten, ohne die gesetzlichen Pausenregelungen zu vernachlässigen. Durch eine Kombination aus gezielten Erinnerungen und flexiblen Modellen kann Ihr Unternehmen zur langfristigen Gesundheit und Produktivität ihrer Mitarbeitenden beitragen.

Erinnerungen für mehr Entspannung

Fazit: Der Schlüssel zur Balance zwischen Effizienz und Wohlbefinden

Eine effektive Pausenregelung ist entscheidend, um eine Balance zwischen Effizienz und Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu schaffen. Durch das gezielte Verwalten von Pausenzeiten können Unternehmen nicht nur die Produktivität steigern, sondern auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden durch Pausenmanagement erheblich erhöhen. Dabei müssen die rechtlichen Vorgaben für Arbeitspausen, wie im Arbeitszeitgesetz Pausen festgelegt, beachtet werden, um den Mitarbeitenden angemessene Erholungspausen zu garantieren. Praktische Tipps zur Umsetzung könnten die Einführung von flexiblen Pausenmodellen und regelmässigen Pausenerinnerungen umfassen. Zudem sollte das Arbeitszeitmanagement in Unternehmen so gestaltet sein, dass es den Mitarbeitenden ermöglicht, ihre Pausen nach ihren individuellen Bedürfnissen zu planen.

Insgesamt führt eine durchdachte Pausenregelung zu einem gesünderen Arbeitsumfeld, in dem Effizienz und Wohlbefinden Hand in Hand gehen.

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